Ein Leben in schwarzweiß ist für den kleinen Bären undenkbar. Aber zu seinem Verdruss wurde er nur mit einem schwarzen Stift gezeichnet. Und auch um ihn herum ist keine Spur von Farbe zu sehen. „Wie der Bär zu seinen Farben kam“, erfahren wir im gleichnamigen Kinderbuch von Bestsellerautor Ingo Siegner.

Auf der Suche nach Farbe

„Eines Tages hat der Bär schlechte Laune. Er sitzt in seinem Buch, hat die Arme vor der Brust verschränkt und brummelt vor sich hin.“

Der Zeichner des Bären merkt, dass mit ihm etwas nicht stimmt und hakt nach. Doch dem Wunsch nach Farbe gibt er nicht nach. Viel zu viel Arbeit wäre es und die richtigen Farben wären auch nicht vorhanden. Und sowieso: „Schwarzweiß passt besser.“ Der Bär ist so grummelig, dass er sich in der Nacht heimlich aus dem Buch schleicht. Am nächsten Morgen staunt er nicht schlecht über die leuchtenden Farben, die ihn umgeben. Ein Indianer gibt dem kleinen Bären den ersten Tipp, wo er Farben findet. Und am Ende kommt er mit den drei Farben rot, blau und gelb zu seinem Zeichner zurück. Ob dieser sich erweichen lässt und den Bären farbig malt, liest du am besten selbst.

„„Bist du ein Schwarzweiß-Bär?“, fragt der Indianer. „Nein“, sagt der Bär. „Ich komme aus einem Buch und suche Farben.““

Ein süßes Buch über die Farbenlehre

Ingo Siegner ist mir bereits durch seinen Drachen Kokosnuss bekannt. Ich war also sehr gespannt auf das Bilderbuch Wie der Bär zu seinen Farben kam. Die Idee mit dem unglücklichen Schwarzweiß-Bären, der sein Buch verlässt, um die Farben zu suchen, gefällt mir sehr gut. Die Illustrationen sind sehr schön. Mit einem Flugzeug fliegt der Bär nach Australien, um das schönste Rot zu finden. Das schönste Blau bekommt er von einer Meerfrau auf dem Meeresboden. In einer Rakete fliegt er zum Mond und findet das schönste Gelb. Bei jeder seiner Stationen bekommt er einen Stift in der entsprechenden Farbe und hat am Ende die drei Grundfarben zusammen, aus denen sich alle anderen Farben mischen lassen.

„„Hm … Rot, Blau, Gelb …“, sagt der Zeichner. „Du kannst ja mischen!“, sagt der Bär.“

Und genau das tut der Zeichner dann auch. Etwas schade ist, dass die Chance verpasst wird, das Mischen der Farben genauer zu erklären. Zum Beispiel, dass aus Gelb und Blau Grün wird, wenn die Farben miteinander gemischt werden. Das tut der Geschichte aber keinen Abbruch, denn man kann im Nachgang an das Vorlesen ein schönes Wasserfarben-Experiment daraus machen.

Buchinformationen

Ingo Siegner: Wie der Bär zu seinen Farben kam
cbj Kinder- und Jugendbuchverlag, München 2018
Hardcover, 48 Seiten
Ab 4 Jahren
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Klappentext

Wütend sitzt der kleine Bär auf seinem Papier: Sein Zeichner hat ihn nur mit einem schwarze Stift gemalt. Und der Bär hätte so gerne schönes braunes Fell und würde am liebsten auf einer bunten Blumenwiese herumtollen! Aber sein Zeichner will ihm seinen Wunsch nicht erfüllen. Also schleicht er in der Nacht aus dem Buch, um die Farben zu suchen …

Wie der Bär zu seinen Farben kam

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Anmerkung: Das Buch „Wie der Bär zu seinen Farben kam“ wurde uns freundlicherweise als Rezensionsexemplar vom cbj Kinder- und Jugendbuchverlag zur Verfügung gestellt.

Autor

Als ich klein war, konnte ich es nicht abwarten, endlich selber lesen zu können. Ich liebte es sehr, wenn meine Eltern mir aus Büchern vorlasen. Aber es reizte mich, es ihnen gleich zu tun und selbst die gedruckten Wörter zu einer Geschichte zusammenzusetzen. Nachdem ich endlich lesen gelernt hatte, verschlang ich ein Buch nach dem anderen. 2016 bin ich Mutter geworden und ich möchte meiner Tochter Sina die Welt der Bücher eröffnen wie sie einst mir geöffnet wurde.

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