Vielleicht erinnert ihr euch noch an Trudel Gedudel, das unternehmungslustige Huhn. Aus Versehen purzelt sie vom Zaun ihres Hühnerhofs und erlebt ein Abenteuer am Strand, bei dem sie ihre neuen Freunde Gräten-Käthe und Herrn Klautermann kennenlernt. Jetzt gibt es eine Fortsetzung, die genau da beginnt, wo der erste Teil endet:  Trudel Gedudel foppt den Fuchs.

Im Wald, da wohnt der Fuchs

Auf dem Hühnerhof ist es Abend geworden und Hahn Karuso treibt seine Hühner zusammen. Die Puten Ete und Petete (die dabei waren, als Trudel vom Zaun gefallen ist) stehen am Tor und halten Ausschau nach dem ausgebüxten Huhn.

„,… das ist so typisch Trudel Gedudel‘, empört sie (Petete) sich. ,Erst springt dieses Huhn – gegen meinen ausdrücklichen Rat – über den Zaun. Und dann findet es nicht rechtzeitig nach Hause!‘“

Die beiden Puten machen sich Sorgen, denn auf der anderen Seite des Zauns wohnt der Fuchs. Und dass Trudel dem besser nicht begegnen sollte, ist für Ete und Petete klar. Und so verlassen auch die beiden Puten den Hühnerhof, um Trudel zurückzuholen. Sie können ja nicht wissen, dass Trudel währenddessen mit ihren Freunden, der Möwe Gräten-Käthe und der alten Schiffsrate Herrn Klautermann, am Strand sitzt  – die Füße im warmen Sand. Doch als die Sonne langsam untergeht, will Trudel heim, denn:

„,Ein müdes Huhn schläft überall, doch besser schläft’s im Hühnerstall.‘“

Doch Herr Klautermann und Gräten-Käthe lassen ihre Freundin nicht alleine durch den Wald gehen und begleiten sie. Hier treffen sie nicht nur die beiden Puten Ete und Petete, die nach Trudel suchen, sondern auch den Fuchs. Der freut sich über das üppige Abendessen: zwei Puten und zum Nachtisch ein Huhn. Doch einem Huhn wie Trudel ist er noch nie begegnet. Denn die ist so leicht nicht zu beeindrucken und auch nicht auf den Schnabel gefallen.

„Der Fuchs schaut auf. Er kann es kaum fassen, das Huhn erdreistet sich, mit ihm zu schimpfen! Mit ihm, dem Fuchs!“

Gemeinsam mit ihren Freunden gelingt es Trudel sich selbst und die (ohnmächtig gewordenen) Puten zu retten. Und am Ende trifft sie eine Entscheidung …

Ein Buch über die Freundschaft

Ich war sehr gespannt auf das zweite Buch über Trudel Gedudel, denn der erste Teil hat mir bereits sehr gut gefallen. Ich habe Trudel sofort ins Herz geschlossen. Sie hat einen besonderen Charme: ihre Unbedarftheit gepaart mit ihrer Unerschrockenheit kann einen nur schmunzeln lassen. Im zweiten Teil geht es um Freundschaft. Die Freundschaft zwischen dem Huhn, der Möwe und der Ratte könnte ungleicher nicht sein. Trudel, die bisher behütet auf dem Hühnerhof gewohnt hat, steht Kräten-Gäthe und Herrn Klautermann gegenüber, die sich alleine durchs Leben schlagen. Nehmen sie Trudel zuerst nicht ernst, wächst sie ihnen schnell ans Herz. Und gemeinsam gelingt es ihnen, den Fuchs zu foppen  – wie der Titel es verspricht. Wer Trudel Gedudel schon kennt, sollte die Geschichte unbedingt lesen. Und wer sie noch nicht kennt, sollte dies ändern.

Buchinformationen

Eva Muszynski: Trudel Gedudel foppt den Fuchs
Mit Illustrationen von Karsten Teich
cbj Kinder- und Jugendbuchverlag, München 2020
Hardcover, 88 Seiten
Ab 5 Jahren
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Klappentext

Trudel Gedudel ist ein Huhn.

Sie liebt das Abenteuer und die Freiheit. Doch abends möchte sie ganz gerne zurück nach Hause auf den Bauernhof, schließlich braucht sie ein Dach über dem Kopf. Ihre neuen Freunde Gräten-Käthe und Herr Klautermann begleiten sie. Und während sich die Freunde auf den Weg machen, wundern sich die neugierigen Zwillingsputen Ete und Petete schon, wo das doofe Huhn nur bleibt: Vielleicht hat es der Fuchs geholt? Eher unfreiwillig landen die Puten selbst vor dem Zaun und geraten in große Gefahr. Doch ein Huhn wie Trudel sollte man nicht unterschätzen …

trudel gedudel foppt den fuchs

Anmerkung: Das Buch „Trudel Gedudel foppt den Fuchs“ wurde uns freundlicherweise als Rezensionsexemplar vom cbj Kinder- und Jugendbuchverlag zur Verfügung gestellt.am

Autor

Als ich klein war, konnte ich es nicht abwarten, endlich selber lesen zu können. Ich liebte es sehr, wenn meine Eltern mir aus Büchern vorlasen. Aber es reizte mich, es ihnen gleich zu tun und selbst die gedruckten Wörter zu einer Geschichte zusammenzusetzen. Nachdem ich endlich lesen gelernt hatte, verschlang ich ein Buch nach dem anderen. 2016 bin ich Mutter geworden und ich möchte meiner Tochter Sina die Welt der Bücher eröffnen wie sie einst mir geöffnet wurde.

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