Was passiert eigentlich in einem Krankenhaus? Wer arbeitet dort? Was passiert mit Patienten, die eingeliefert werden? Diese und viele weitere Fragen werden im Sach- und Spielbuch Krankenhaus vom Gerstenberg Verlag beantwortet.

Willkommen im Krankenhaus!

Fünf Doppelseiten laden uns ins Innere eines Krankenhauses ein und geben uns einen Einblick, was dort passiert:

  1. Willkommen im Krankenhaus!
  2. Notaufnahme
  3. Operationssaal
  4. Im Krankenzimmer
  5. Entbindungsstation

Das Buch ist voll von Informationen – beim spielerischen Entdecken helfen insgesamt 15 Spielelemente. So erfahren wir zum Beispiel, dass Verletzte und Notfälle mit dem Rettungswagen oder dem -hubschrauber gebracht werden. Wir erleben, was auf der Notaufnahme passiert. Wie hier Patienten untersucht, behandelt und entweder stationär aufgenommen oder wieder entlassen werden. Wir erfahren, dass einige Patienten länger warten müssen als andere, weil Notfälle Vorrang haben. Wir lernen Untersuchungsgeräte kennen, die verwendet werden. Wir dürfen mit in den Operationssaal, erfahren wie Patienten überwacht werden und warum sie ein Narkosemittel bekommen. Außerdem bekommen wir eine Vorstellung davon, was alles zu einem Krankenhaus gehört, damit der Krankenhausalltag funktioniert. Die unterschiedlichen Stationen natürlich – aber auch das Labor, die Küche, Apotheke, Wäscherei, Verwaltung, usw. Kurzum: Wenn wir das Buch am Ende zuklappen, wissen wir deutlich mehr über Krankenhäuser.

Fazit: Viel Wissen gut verpackt

Das Buch ist wunderschön. Die Illustrationen gefallen mir und treffen voll meinen Geschmack. Die Klapp- und Schiebeelemente machen das Buch spannend. Auf der letzten Seite lassen sich die Spielelemente hochklappen, was zum Abschluss noch mal etwas Besonderes ist. Besonders gut gefällt mir außerdem, dass es keine Geschlechter-Stereotype gibt – so gibt es Ärztinnen genauso wie Krankenpfleger. Weiterhin positiv ist, dass die Personen um Buch divers illustriert sind.

 

Eine kleine Schwachstelle hat das Krankenhaus-Buch für mich aber: Es werden recht viele Fachbegriffe verwendet, die für die Altersgruppe schwierig sein könnten, z.B. Gastroenterologin, Magnetresonanztomografie (MRT), Radiologen, Elektrokardiografie (EKG). Diese werden zwar im Kontext erklärt, dennoch hängt es vermutlich vom Kind und vom Vorleser ab, inwieweit das Verständnis klappt. Andererseits gehören diese Begriffe natürlich thematisch alle ins Krankenhaus. Uns haben sie tatsächlich auch nicht gestört. Was mich verwundert hat, ist, dass die Babys auf der Säuglingsstation nebeneinander in ihren durchsichtigen Babybettchen liegen. Dies ist in deutschen Kliniken lange nicht mehr der Standard und Babys und Mütter dürfen (wenn medizinisch nichts dagegen spricht) in einem Zimmer sein. Abschließend lässt sich sagen, dass das Buch viel Wissen vermittelt und uns sehr viel Spaß macht. Meine Tochter interessiert sich eh sehr für alles, was medizinisch ist. Ich denke aber, dass sich das Krankenhaus-Spielbuch auch gut zur Vorbereitung auf einen anstehenden Krankenhausaufenthalt eignet.

Buchinformationen

Sophie Prénat: Krankenhaus: Mein Sach- und Spielbuch
Mit Illustrationen von Caroline Attia
Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2020
Pappbilderbuch , 12 Seiten
Ab 4 Jahren

Klappentext

Zu Besuch im Krankenhaus!

In diesem Sach- und Spielbuch kannst du ein Krankenhaus erkunden und dir alle Stationen ganz genau anschauen. Sei dabei, wenn ein Helikopter landet, ein Patient operiert wird und ein Baby zur Welt kommt. Operationssaal, Labor, Apotheke, Wäscherei … es gibt viel zu entdecken!

15 Spielelemente zum Schieben, Ziehen, Drehen, Auf- und Zuklappen stellen die einzelnen Abteilungen eines Krankenhauses vor, die darin arbeiten.

Krankenhaus: Mein Sach- und Spielbuch

Anmerkung: Das Buch „Krankenhaus: Mein Sach- und Spielbuch“ wurde uns freundlicherweise als Rezensionsexemplar vom Gerstenberg Verlag zur Verfügung gestellt.

Autor

Als ich klein war, konnte ich es nicht abwarten, endlich selber lesen zu können. Ich liebte es sehr, wenn meine Eltern mir aus Büchern vorlasen. Aber es reizte mich, es ihnen gleich zu tun und selbst die gedruckten Wörter zu einer Geschichte zusammenzusetzen. Nachdem ich endlich lesen gelernt hatte, verschlang ich ein Buch nach dem anderen. 2016 bin ich Mutter geworden und ich möchte meiner Tochter Sina die Welt der Bücher eröffnen wie sie einst mir geöffnet wurde.

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