Tief unter der Erde lebte ein kleiner Maulwurf in einer gemütlichen Höhle. Und obwohl er sich in seinem Zuhause wohlfühlte, fühlte er sich manchmal „einsam, so ganz allein im Dunkeln“.

Wo sind die Sterne hin?

Jeden Abend verließ der Maulwurf sein unterirdisches Zuhause mit all den Tunneln, Kammern und Höhlen. Er kletterte aus seinem Maulwurfshügel, setzte sich auf seinen Lieblingsstein und betrachtete die Sterne am Nachthimmel. Als er dabei eines Abends eine Sternschnuppe sah, schloss er seine Augen und wünschte sich etwas:

„,Ich wünschte, ich könnte alle Sterne dieser Welt besitzen!‘“

Als der kleine Maulwurf seine Augen wieder öffnete, staunte er nicht schlecht. Um ihn herum standen auf einmal Leitern, die hoch hinauf in den Himmel ragten. Ohne lange zu überlegen, stieg der Maulwurf hinauf und hinunter, um alle Sterne einzusammeln und zu sich nach Hause zu tragen. Die Sterne leuchteten hell, so tief unter der Erde. Der Maulwurf war glücklich und wollte seinen Bau gar nicht mehr verlassen. Bis er eines Tages seinen Lieblingsstein vermisste und doch wieder den Hügel emporkletterte. Aber welch Schreck – an der Erdoberfläche angekommen, sah er nichts. Alles war dunkel, denn es war ja nicht ein Stern mehr am Himmel. Die Tiere vermissten die Sterne: das Reh, die Feldmaus, der Fuchs, der Bär, die Eule. Sie alle waren traurig und vermissten die glänzenden Lichter in der Nacht.

„Der kleine Maulwurf war ganz bestürzt. Er hatte nicht gewusst, dass die anderen Tiere den Sternenhimmel genauso liebten wie er.“

Traurig lief er in den dunklen Wald hinein und fand seine Sternschnuppe, fast erloschen. Und da wünschte er sich, dass er die Sterne niemals genommen hätte. Kaum ausgesprochen, erschienen erneut Leitern, die bis zum Himmel reichten. Aufgeregt lief er zu den anderen Tieren.

„,Es tut mir so leid‘, rief er. ,Ich habe die Sterne genommen. Ich wollte sie ganz allein für mich haben. Aber jetzt weiß ich, dass die Sterne uns allen gehören. Ich werde sie zurückbringen.‘“

Dabei bekam er jede Menge Unterstützung, alle halfen mit. Und so waren am Ende der Nacht die Sterne wieder an ihrem Platz.

Mein Fazit: Die Wunder dieser Welt gehören uns allen

Der Maulwurf und die Sterne ist ein Buch, bei dem einfach alles passt: die wunderschönen Illustrationen, die tolle Geschichte und die Botschaft. Die Wunder der Welt sind für uns alle da. Wir können, dürfen und müssen sie miteinander teilen. Dies impliziert zugleich eine Verantwortung. Wir müssen unsere Welt mit all ihren Wundern schützen. Die Wunder. Die Welt. Und alles was dazu gehört. Jeder Einzelne von uns ist in der Pflicht, beim Zurückbringen der Sterne zu helfen. Oder im übertragenen Sinn seine Lebensweise zu überdenken.

Buchinformationen

Britta Teckentrup: Der Maulwurf und die Sterne
arsEdition, München 2019
Hardcover, 32 Seiten
Ab 3 Jahren
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Klappentext

Jede Nacht setzte sich der kleine Maulwurf auf seinen Lieblingsstein und schaute in den Sternenhimmel. „Ich wünschte, ich könnte alle Sterne dieser Welt besitzen“, flüsterte er.
Eine magische Gutenachtgeschichte über Freundschaft, Besitz und Teilen. Mit der wichtigen Botschaft: Die Wunder dieser Welt gehören uns allen.

 

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Der Maulwurf und die Sterne

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Anmerkung: Das Buch „Der Maulwurf und die Sterne“ wurde uns freundlicherweise als Rezensionsexemplar von arsEdition zur Verfügung gestellt.

Autor

Als ich klein war, konnte ich es nicht abwarten, endlich selber lesen zu können. Ich liebte es sehr, wenn meine Eltern mir aus Büchern vorlasen. Aber es reizte mich, es ihnen gleich zu tun und selbst die gedruckten Wörter zu einer Geschichte zusammenzusetzen. Nachdem ich endlich lesen gelernt hatte, verschlang ich ein Buch nach dem anderen. 2016 bin ich Mutter geworden und ich möchte meiner Tochter Sina die Welt der Bücher eröffnen wie sie einst mir geöffnet wurde.

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